Wasser (11) - Mineral- oder Leitungswasser?

Jedermann setzt voraus, dass Trinkwasser zu jeder Tages- und Nachtzeit aus dem Wasserhahn fließt.  Sauberes Wasser hat da zu sein – es wird ja schließlich auch bezahlt.

Gleichzeitig weiß ein großer Teil der Bevölkerung aber nicht einmal, wo das Wasser, dass bei ihm aus der Leitung fließt, gewonnen wird. Die Kreiswerke Olpe fördern 66% des Rohwassers aus der Listertalsperre, die restlichen 34% stammen aus unterirdischen Gewässern (Quellen und Brunnen). Außerdem spielen noch immer vergleichsweise viele kleine Wasserbeschaffungsverbände eine Rolle, die über die Kreisfläche verteilt arbeiten.
Gewinnung, Förderung, Aufbereitung, Überwachung, Speicherung, Transport und Verwaltung des Trinkwassers kosten Geld. Daher muss das Versorgungsunternehmen vom Verbraucher einen Preis fordern, der alle Kosten deckt. Wie hoch ist der Preis für 1 m³ bei Ihrem Versorger? Was er dafür leistet ist beachtlich. Zunächst muss die Infrastruktur (Gebäude, Pumpen, Rohre etc.) angeschafft und unterhalten werden. Tag-täglich arbeiten zahlreiche Menschen in der Wartung und Verwaltung. Je nach Qualität des Rohwassers erfolgt eine mehr oder weniger komplizierte Aufbereitung, die manchmal teure Apparaturen erfordert. Je schlechter die Beschaffenheit des Rohprodukts Wasser, desto größer wird der finanzielle Aufwand, daraus Trinkwasser herzustellen. Jede weitere Filteranlage, die zwischen Quelle und Wasserleitung eingeschaltet werden muss, erhöht das Risiko, dass Schadstoffe (Bakterien) durchschlagen. Um die Qualität des Trinkwassers zu garantieren, braucht es daher eine lückenlose Überwachung. Kommt Ihnen der Kubikmeterpreis immer noch hoch vor?

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Wasser (10) - Repetal, 25. Mai 24

Von der Quelle bis zum Verbraucher - Trinkwasser aus dem Repetal

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Wasser (9) - Der unsichtbare Lebensraum

Höhlenwasserassel; Foto Klaus Bogon Höhlentier des Jahres 2014
Höhlenwasserassel; Foto Klaus Bogon Höhlentier des Jahres 2014

Er ist in mehrerlei Hinsicht unsichtbar. Er liegt tief im Schoß der Erde verborgen und findet in Gesetzen und Verwaltungsvorschriften keine Beachtung: der Lebensraum Grundwasser. Es ist das weltweit größte Süßwasser-Ökosystem. Ja, genau: Auch noch in der kleinsten Ritze im Gestein, da wo Wasser fließt, findet die Wissenschaft Leben. Den größten Anteil haben winzige Einzeller, Bakterien und aquatische Pilze. Aber es gibt auch größere Tierchen, z.B. Höhlenflohkrebse oder auch Höhlenwasserasseln. Sie füllen einen wichtigen Platz im Gefüge des Lebens, denn sie weiden die Bakterien- und Pilzbeläge in den Poren des Grundwasserleiters ab und sorgen dafür, dass sie offenbleiben und dass Wasser und Nährstoffe weiter fließen.
In begehbaren Karsthöhlen fand man in China schon vor Hunderten von Jahren bleiche, blinde Fische. Bekannt, und neuerdings als Statussymbol in Aquarien gehalten, sind der Axolotl aus Mexiko und sein europäisches Gegenstück, der Grottenolm. Als Anpassung an die ewige Dunkelheit fehlen Höhlentieren oft alle Hautpigmente und die Augen wurden zurückgebildet. Dafür ist ihr Tastsinn hervorragend ausgebildet. Die meisten der Höhlentiere sind so sehr an ihren Lebensraum angepasst, dass sie das Grundwasser nicht mehr verlassen können, obwohl ihre Vorfahren aus Oberflächengewässern stammen.
Da es kein Sonnenlicht gibt, können in den Gesteinsfugen keine Pflanzen leben und Photosynthese betreiben. Woher kommt also die Energie, die die Lebensvorgänge antreibt? Sie gelangt in Form von abgestorbenen Pflanzenteilen u.ä. mit dem Sickerwasser nach unten. Das meiste wird in der Wurzelschicht ab- und umgebaut und wieder den Pflanzen zur Verfügung gestellt, aber ein kleiner Teil der Nährstoffe gelangt ins Grundwasser und wird da in den Stoffkreislauf eingespeist. Das Zusammenspiel der Organismen sorgt dann dafür, dass praktisch keimfreies Trinkwasser entsteht.

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Bacherkundung (2) - 04. Mai, 17 Uhr

Artenvielfalt am Gewässer

 

Ein naturnahes Bachtal ist ein Verbundsystem von Kleingewässern, Tümpeln und sumpfigen Wäldern oder Wiesen. Lange Zeit wurden Feuchtbiotope als ertragloses Unland aufgefasst, in deren Konsequenz sie bis in die jüngst Zeit ausgebaut, trockengelegt, verfüllt oder auf sonstige Weise verändert oder zerstört wurden, was zur Gefährdung vieler Tier- und Pflanzenarten führte. Stehende und fließende Kleingewässer sind die biologisch tätigsten Landschaftselemente überhaupt.

Dieser Vielfalt spürt der NABU am Samstag, 04. Mai 2024 im Bremgetal bei Attendorn nach. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr der Parkplatz am Waldfriedhof (Friedensstr.) in Attendorn. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Informationsveranstaltung zur Planung einer Biostation

Kreishaus Olpe, 24.04.2024, 17 Uhr

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Wasser (8) - Die Lenne, Eutrophierung und Strukturgüte

Äsche, Foto: Werner Fiedler
Äsche, Foto: Werner Fiedler

Die Lenne Teil II: Eutrophierung und Strukturgüte
Im Jahr 2010 erhielt die Bezirksregierung als Auftraggeber den Abschlussbericht einer umfassenden Untersuchung der Lenne zwischen Bamenohl und Plettenberg. Es war aufgefallen, dass immer häufiger Algenblüten auftraten, eine Erscheinung, die in Zusammenhang mit der Nährstoffbelastung steht. Deshalb hatte das Helmholzzentrum für Umweltforschung vorhandene Daten über ca. 10 Jahre ausgewertet und im Jahresverlauf 2010 durch Freilanduntersuchungen die chemischen Parameter, sowie die Gewässerflora und -fauna überwacht.  Drei Orte wurden besonders genau untersucht: die Lenne bei Bamenohl und bei Pasel sowie die Bigge kurz vor der Mündung in die Lenne.

Die Messungen für die EG-WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) ergeben einen ökologischen Gewässerzustand an diesem Gewässerabschnitt von „mäßig“ bis „schlecht“. Das liegt vor allem an der geringen Äschenpopulation, die sogar stellenweise fehlen kann. Die chemische Gewässergüte wird mit „gut“ beurteilt.
„Die Nährstoffbelastungen an den Landesmessstellen (GÜS) im Untersuchungsgebiet sind an den Messstellen Bamenohl und Pasel höher als in der Bigge und können weitgehend als „mäßig“ eingestuft werden. Ein Auf- oder Abwärtstrend in den Nährstoffkonzentrationen ist im Zeitraum 1996 bis 2009 nicht vorhanden.“ (Abschlussbericht S. 100) 

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Bacherkundung bei Attendorn

Hallo Bach, wie geht´s?

 

Bäche sind das Rückgrat unserer Landschaft. Ein natürlicher Bach mit seiner Aue enthält eine Vielzahl von Lebensräumen für noch mehr Arten.

Der NABU Olpe bietet fünf Termine an, die unterschiedlichen Aspekten der ökologischen Bewertung von Fließgewässern gewidmet sind. Wir beginnen mit der Gewässerstruktur. Sie beschreibt das äußere Erscheinungsbild eines Fließgewässers mit den Teilbereichen Wasser, Gewässersohle, Ufer und Aue. Für eine ganzheitliche Betrachtung ist dieser Faktor wesentlich, denn was nutzt die beste Wasserqualität, wenn das Gewässer durch ein Betonbett geleitet wird.

 

Am Samstag, 20. April 2024 treffen wir uns um 14 Uhr auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs in Attendorn (Friedensstr.) und wandern zum Bremgebach. Die Begehung dauert ca. 3 Stunden und ist für Erwachsene und interessierte Menschen ab 12 Jahren geeignet, wenn ein Erwachsener die Aufsicht übernimmt. Bitte denken Sie an wasserfestes Schuhwerk (Stiefel). Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Info 2. Quartal 2024

Termine und Infos

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Wasser (7) - Vortrag am 11. April - jetzt anmelden!

Die Trinkwasserversorgung im Kreis Olpe erfolgt zu fast 50 % aus dem Grundwasser. Dem Grund- und damit Trinkwasserschutz kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Neben den Kreiswerken Olpe existieren im Kreisgebiet mehr als 60 kleinere Wasserbeschaffungsverbände. Diese stellen neben den Kommunen und deren zugehörigen Stadt- bzw. Gemeindewerken die Wasserversorgung im Landkreis sicher. Auf Grundlage der in 2018 vorzulegenden Wasserversorgungskonzepte wird im Vortrag ein Überblick über Wasserversorgung im Kreisgebiet gegeben und diese in einen Vergleich zum Nachbarkreis Siegen-Wittgenstein gestellt. Die Bedeutung eines vorsorgenden Trinkwasserschutzes wird an Beispiel der ordnungsbehördlich festgesetzten Wasserschutzgebiete Repe- und Frettertal aufgezeigt. Der Zustand des Grundwassers (mengenmäßiger und chemischer Zustand) wird im Hinblick auf die der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und an Hand des Bewirtschaftungsplan 2022-2027 für die betroffenen Grundwasserkörper im Olper Kreis zusammenfassend dargestellt.

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Exkursion bei Arnsberg - Müschede

Liebe Naturfreund*innen, Mitglieder und Gäste des NABU Olpe,

 

Es sind noch Plätze frei für die Exkursion zum NSG „Spreiberg“ bei Arnsberg-Müschede.

 

Der ehemalige Truppenübungsplatz ist von Starkdüngung verschont geblieben. Es entstanden bodensaure Magerrasen, durchsetzt von Feldgehölzen, dornstrauchreichen Gebüschen und zahlreichen Kleingewässern. Die Exkursion möchte einen Eindruck vermitteln, wie sich nach Aufgabe der militärischen Nutzung unter extensiver Beweidung mit Rotem Höhenvieh, Schafen und Ziegen die Lebensbedingungen für andere Tiergruppen verändert haben.

 

Dr. M. Schulte, Experte der Biologischen Station HSK, führt uns durch das Gebiet, das auch als Wicherler-Heide bekannt ist. Wir treffen uns Donnerstag, 30.05.2024 um 11.30 Uhr bei Arnsberg- Müschede. Die Führung dauert ca. 3 Stunden. Fernglas und festes Schuhwerk sollten Sie nicht vergessen. Anschließend ist eine Einkehr in ein Café in Arnsberg geplant.

 

Bitte melden Sie sich an bei d.th.wurm@t-online.de . So können wir besser planen. Sie erhalten mit der Bestätigung weitere Informationen zum Gebiet sowie den genauen Treffpunkt.

 

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Wasser (6) - Welttag des Wassers

Um auf die große Bedeutung von Wasser hinzuweisen, beschlossen die UN 1993, jedes Jahr den 22. März als Weltwassertag zu deklarieren. Damit soll sowohl der hohe Wert des Wassers gefeiert, als auch auf die anhaltende Wasser- und Sanitärkrise hingewiesen werden.

 

Der Tag des Wassers steht jeweils unter einem besonderen Thema. An den Welttag thematisch angepasst, erscheint gleichzeitig auch der Weltwasserbericht. Informationen und eine Liste der bisher erschienen Berichte finden Sie unter https://www.unesco.de/kultur-und-natur/wasser-und-ozeane/wasser

 

Der Kernsatz des Jahres 2023 lautete: „Water is a dealmaker for the Sustainable Development Goals, and for the health and prosperity of people and planet. But our progress on water related goals and targets remains alarmingly off track, jeopardizing the entire sustainable development agenda.“

 

(Wasser ist ein dealmaker (frei übersetzt: „Schlüssel“) für die Welt-Entwicklungsziele und für Gesundheit und Wohlstand der Menschen und den Planeten. Aber unser Fortschritt bei den mit Wasser verbundenen Zielen bleibt alarmierend weit aus der Spur und gefährdet die gesamte Agenda der Nachhaltigkeitsziele.)

 

https://sdgs.un.org/conferences/water2023

 

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Vortrag am 11. April 2024

Überlauf der Listertalsperre im November 2010
Überlauf der Listertalsperre im November 2010

Der NABU Olpe untersucht im Jahr 2024 die Verhältnisse im Kreis Olpe. Wie steht es um unsere Gewässer und unser Trinkwasser? Dazu erscheint auf der Homepage www.nabu-olpe.de regelmäßig ein Blog.
Im Laufe des Jahres finden auch Vorträge und Exkursionen statt. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage oder der Tagespresse.

Der erste wichtige Termin ist am 11.04.24 von 19 Uhr bis 20.30 Uhr im Weiterbildungszentrum in Olpe.

In Kooperation mit der VHS Olpe referiert der Dipl. Ing. Friedhelm Garbe über „Trinkwasserversorgung und Grundwasserschutz im Kreis Olpe“. Sie erfolgt zu fast 50 % aus dem Grundwasser. Dem Grund- und damit Trinkwasserschutz kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Neben den Kreiswerken Olpe existieren im Kreisgebiet mehr als 60 kleinere Wasserbeschaffungsverbände. Diese stellen neben den Kommunen und deren zugehörigen Stadt- bzw. Gemeindewerken die Wasserversorgung im Landkreis sicher. Auf Grundlage der in 2018 vorzulegenden Wasserversorgungskonzepte wird im Vortrag ein Überblick über Wasserversorgung im Kreisgebiet gegeben und diese in einen Vergleich zum Nachbarkreis Siegen-Wittgenstein gestellt. Die Bedeutung eines vorsorgenden Trinkwasserschutzes wird an Beispiel der ordnungsbehördlich festgesetzten Wasserschutzgebiete Repe- und Frettertal aufgezeigt. Der Zustand des Grundwassers (mengenmäßiger und chemischer Zustand) wird im Hinblick auf die der Umsetzung der EU-Wasserrahmrichtlinie und an Hand des Bewirtschaftungsplan 2022-2027 für die betroffenen Grundwasserkörper im Olper Kreis zusammenfassend dargestellt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bei der VHS ist auch für NABU- Mitglieder erforderlich. Verwenden Sie dafür bitte die Anmeldekarte auf der Homepage der VHS. Die Kurs-Nr. lautet: 241-100046

https://www.vhs-kreis-olpe.de/

Wasser (5) - Quellen

Wenn Sie das Wort Quelle hören, was kommt Ihnen da als erstes in den Sinn? Frische, Reinheit, Klarheit als Sinneseindrücke? Ursprünglichkeit, ein märchenhafter Zauber, Nymphen und Heilige als kulturelle Überlieferungen?

All das und noch mehr steckt in diesem Wort. Einmal waren Quellen unantastbare Orte, der Inbegriff des Lebendigen. Heute sind sie bedroht, oft verschüttet und verbaut.

Immer geht ein kleiner, aber einzigartiger Lebensraum verloren. Quellen sind Orte, an denen Grundwasser zutage tritt. Als Grenzlebensraum haben sie eine hohe Bedeutung für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die an diese besonderen Umweltbedingungen angepasst sind. Die wenigen Arten, die in diesen Kleinlebensräumen existieren können, reagieren in der Regel empfindlich auf Störungen der meist konstanten Umweltverhältnisse.

 

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Kopfschneitelung im Naturschutzgebiet

NABU Olpe erprobt historische Waldnutzungsform

 

Am 10. Februar führten Aktive der Kreisgruppe Olpe des Naturschutzbund Deutschland (NABU) erfolgreich eine Gehölzpflege im Naturschutzgebiet Dünscheder Heide durch. Ziel war es gleichzeitig den Lichteinfall auf die Fläche zu verbessern und den Waldrand ökologisch aufzuwerten. Um das zu erreichen wurden Birken gefällt und Hainbuchen auf etwa 1,50 m kopfgeschneitelt.

Kopfschneitelung ist eine historische Waldnutzungsform, die früher einen wichtigen Bestandteil der Wald- und Landwirtschaft ausmachte. Die wiederaustreibenden Hainbuchen wurden jährlich oder im Abstand mehrerer Jahre regelmäßig auf gleicher Höhe abgeschnitten, um die jungen Austriebe zu nutzen. So wurde das Laub getrocknet, um es im Winter ins Viehfutter einzumischen und die jungen Äste dienten als Flechtmaterial, etwa im Gefach der Fachwerkhäuser. Wälder, in denen Bäume geschneitelt wurden, bekamen dadurch einen eher offenen Charakter. Das Licht und die Wärme im Wald hatten Vorteile für die darin lebenden Pflanzen und Tiere. Zudem bilden sich durch die Kopfschneitelung wertvolle Kleinstrukturen wie Höhlen oder Astgabeln, die von Insekten oder Vögeln genutzt werden.

 

Die Dünscheder Heide ist bedeutender Lebensraum für die Orchidee des Jahres 2024, die Mückenhändelwurz, die zu viel Schatten an ihrem Standort nicht verträgt. Auch das Mannsknabenkraut geht bei zu starker Beschattung zurück. In den letzten Jahren wurde der Waldrand im Gebiet jedoch immer dunkler, die Lebensbedingungen für die Arten verschlechterten sich. Nun hofft der NABU, dass die Arten von der Entstehung eines abwechslungsreichen, lichtdurchfluteten Waldrandbereichs profitieren werden.

 

Der NABU führt im Winterhalbjahr regelmäßig Pflegemaßnahmen durch, bei denen er auf die Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen ist. Wenn Sie den NABU einmal bei einer solchen Pflegemaßnahme unterstützen wollen, wenden Sie sich bitte an kontakt@nabu-olpe.de oder per Telefon an 0176-57767144.

 

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Wasser (4) - Amphibien

Erdkröte, Foro: NABU Jan Piecha
Erdkröte, Foro: NABU Jan Piecha

Tümpel und Seen sind meist auf natürliche Weise entstanden, wogegen Teiche oft von Menschen angelegt werden. Diese können durchaus als “Ersatzbiotope“ eine Bereicherung in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft sein. Amphibien nutzen diese Gewässer zur Fortpflanzung oder überwintern auch teilweise in ihnen.

Falls man überlegen sollte einen Teich in seinem Garten anzulegen, gilt jedoch einiges zu beachten! Diese sollten nicht an verkehrsreichen Straßen angelegt werden, sonst erleiden die Tiere auf dem Weg zu ihren Laichgewässern den Straßentod. Wichtig sind außerdem eine naturnahe Gestaltung und der Verzicht auf Fische, damit Wasserinsekten und Amphibien ungestört dort leben und sich vermehren können.

 

 

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Wasser (3) - Die Lenne

Koppe, Foto: Werner Fiedler
Koppe, Foto: Werner Fiedler

Die Lenne - (k)ein Lebensraum für Fische?

Das wissen nur Wenige: bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein, galt die Lenne als besonders fischreich.

Fischer war ein einträglicher Beruf, Fisch ein wichtiges Nahrungsmittel, das sogar als Abgabe an den Erzbischof bis nach Köln geliefert wurde. Gefangen wurden viele große Barsche, Schleien, Barben und natürlich Bachforellen. Auch Aal und Hecht lieferten prachtvolle Exemplare, wie man aus verschieden Überlieferungen weiß. Sogar Kleinfische, die in großen Mengen vorkamen, wurden wirtschaftlich genutzt. So fing man Elritzen, auch „Maipiere“ genannt, in Reusen, kochte sie mit Essig, Pfeffer und Lorbeerblättern, machte sie in Flaschen und Krügen ein und verkaufte sie. Die Groppe oder Koppe (Mühlkoppe, „Dickkopp“ auch „Kuhläpper“) war als Köder beliebt. Früher kannte sie jedes Kind.
In der Lenne und ihren Nebenbächen wurden viele Lachse gefangen. Sie galten als „Armeleuteessen“. Es wird gesagt, dass sich Dienstboten bei ihrer Herrschaft beschwert haben, weil schon wieder Lachs auf dem Tisch stand. Noch 1850 berichtet Prof. Landois, dass in der Hundem (Altenhundem) 20 Pfund schwere Lachse mit der Angel gefangen wurden. Aber 1892 schreibt er in „Westfalens Tierleben“: „Von der Lenne und Bigge her wird über die Abnahme der Fische trotz des neuen Fischerrechtes geklagt. Es ist traurig anzusehen, wenn man beispielsweise von Meggen an der Lenne hinuntergeht bis unterhalb von Hohenlimburg, wie die gelben Kloaken ungehindert in den Fluss sich ergießen. Bei einer solchen Verpestung der Flüsse geht nicht allein der Fisch zurück, sondern auf Dauer müssen Mensch und Vieh erliegen.
Bergbau allein ist schon stark umweltbelastend. Daneben gab es aber auch noch Drahtziehereien und Galvanikbetriebe, die die verwendeten Säuren einfach so in die Lenne entsorgten. Kein Wunder, dass der Fluss 100 Jahre lang zum toten Abwasserkanal wurde. Für „Mensch und Vieh“ mussten die Ortschaften Wasserleitungen bauen, die sauberes Wasser aus Bergquellen holten, denn das Brunnenwasser wurde ebenfalls vergiftet. Dorfbrunnen erschlossen den größten Grundwasserleiter, den wir haben: die Ablagerungen unter und neben dem eigentlichen Flusslauf. Aue und Fluss stehen darüber in ständigem Austausch.
Und nun eine gute Nachricht: Es gibt wieder Fische in der Lenne. Ab 1966 kommt u.a. das Rotauge zurück, ist aber noch ungenießbar. Im Oberlauf gibt es noch Äschen und 1996 werden Bachneunauge, Bachforelle, Koppe, Stichling, Äsche, Barbe und Rotfeder nachgewiesen. Das Wasser ist wieder sauberer geworden. Heute kommen Schmerle und Elritze wieder häufig vor. In geringer Zahl findet man noch Döbel, Hasel und Gründling. Aal, Nase, Flussbarsch und Kaulbarsch sind dagegen sehr selten. Es sind immer noch nicht alle Fischarten zurück. Was ist der Grund?

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Obstbaumschnittkurse im Februar/März

23. Februar Theorie, 24. Feb/02. März Praxis

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Wasser (2) - Der Wasserschatz

Bäche, Flüsse und ihre Auen bilden das ökologische Rückgrat unserer Landschaft. Sie sind Lebensraum einer ungeheuren Vielzahl von Arten und vernetzen deren Habitate untereinander. Das macht sie für den Naturschutz so wertvoll. Gewässerschutz ist gleichzeitig immer auch Trinkwasserschutz!
„Grundwasser, Ökosysteme und Menschen profitieren auch wechselseitig vom jeweiligen Wohlergehen. Das gemeinsame Wohlergehen kann durch Grundwasserbewirtschaftung, kombinierte Wasser- und Landbewirtschaftung, naturnahe Lösungen und verbesserten Schutz von Ökosystemen gestärkt werden. Während sich die Grundwasserbewirtschaftung häufig auf das Grundwasser bzw. die Grundwasserleiter selbst konzentriert, müssen Grundwasser und Ökosysteme gemeinsam bewirtschaftet werden, damit wichtige Ökosystemleistungen kontinuierlich bereitgestellt werden können.“ (aus: Weltwasserbericht 2022 „Grundwasser“ S. 5f)

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Wasser (1) - Nur ein Fingerhut voll

Aus: „Naturstoff Wasser“; Vereinigung deutscher Gewässerschutz e.V.; Bonn 1995
Aus: „Naturstoff Wasser“; Vereinigung deutscher Gewässerschutz e.V.; Bonn 1995

Eigentlich müsste unsere Erde „Wasser“ heißen, denn ca. 70% ihrer Oberfläche ist von Wasser bedeckt.

Davon ist der überwiegende Teil Salzwasser in den Meeren. Nur etwa 0,6 % der Gesamtmenge kommen in Seen und Flüssen an der Oberfläche oder als unsichtbares Grundwasser vor. Die Hälfte davon befindet sich tiefer als 800 Meter unter der Erdoberfläche. Lassen Sie mich das an einem Beispiel verdeutlichen.
Eine Badewanne fasst 150 Liter Wasser. Wenn dies die Gesamtmenge Wasser der Erde entspricht, dann ist davon knapp ein halber Eimer (4,2 Liter) Süßwasser. Von diesem wiederum gut 75 % (3,2 Liter) Eis, knapp ein Liter ist Grundwasser und nur ein Fingerhut voll (0,02 Liter) ist freies und gebundenes Oberflächenwasser.
Süßwasser macht also nur einen winzigen Teil der gesamten Wassermenge unseres Planeten aus. Umso sorgsamer sollten wir mit diesem blauen Schatz umgehen. Schadstoffe, die über Umweltbelastungen in das Trinkwasser gelangen, erreichen alle Bevölkerungsschichten, und es gibt für niemanden eine Möglichkeit, sich dagegen zu schützen. Das Grundwasser ist mit allem, was über der Erde geschieht, verbunden, denn das Wasser versickert ja von dort, gleich ob Stadt, Acker oder Wald. Gleichzeitig gehören Gewässer und Ökosysteme mit „Nassen Füßen“ zusammen. Selbst terrestrische Lebensräume, die nur durch Regenwasser versorgt werden und wo die Pflanzen das Grundwasser nicht erreichen können, gehören zu diesem Geflecht von Beziehungen. Alles, was wir den Lebensräumen antun, kommt – wenn auch mit einiger Verspätung – im Trinkwasser an und damit zu uns zurück.

 

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Info 1. Quartal 2024

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Jahresthema 2024: Wasser

regelmässiger "Wasser-Blog"

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Info 4. Quartal 2023

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Fledermausbeobachtungen 2023

Infoveranstaltungen in Olpe und Finnentrop

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botanische Exkursion am 09. September 2023

14 Uhr, Badestelle am Schnütgenhof

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Info 3. Quartal 2023

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Nachtfalterexkursionen 2023

14. Juli, ab 22:00 Uhr zwischen Theten und Hachen

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Stunde der Gartenvögel

Einladung zur Vogelstimmenexkursion

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Schwalbenfreundliches Haus

Schwalben suchen ein Zuhause

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Info 2. Quartal 2023

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NABU-Stammtische

24. April und 21. Juni

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Wildbienenhilfe mit Gemeinschaftsgärten Olpe

Olpe, 01. Februar 2023

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Obstbaumschnitt Lenhausen

Lenhausen, 25. Februar 2023

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Winterspaziergang

Essinghausen, 29. Januar 2023

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Jahresschwerpunkt: Schmetterlinge

Auftakt am 04. März 2023

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Naturspaziergang am 06. August 2022

Wasser, Wald, Wege, Wind: Mit Kindern die Natur erleben

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"verwaiste" Jungvögel

Scheinbar einsam, aber nicht verlassen

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Bergwiesenexkursion bei Brachthausen

12. Juni 2022 ab 14 Uhr

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Stadtnatur in Attendorn

Spaziergang am 04. Juni 2022

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Kreis sucht den Glockenfrosch

Geburtshelferkröten gesucht

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Jahreshauptversammlung am 10.06.2022

ab 19 Uhr in Hünsborn

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Neue Ansprechpartnerin beim NABU Olpe

nicht nur für Schulen und Kindergärten

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Von der Quelle bis zur Stadt

Naturspaziergang am 07. Mai

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Neue NAJU-Kindergruppe in Meggen

Start ist am 5. Mai 2022

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Frühling läßt sein blaues Band ...

Naturspaziergang am 02. April 2022

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Naturspaziergänge 2022

6 Termine, Rund um Attendorn

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Obstbaumschnittkurs am 05. März 2022

Praxis des Obstbaumschnitts beim NABU Olpe

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Mitgliederwerbung 2021

Informationen an der Haustür

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BatNight 2021

Fledermausexkursionen am 21. August und 28. August 2021

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Jahreshauptversammlung 2021

am 08. Juli 2021 in Hünsborn

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Zum Tod von Thomas Eickhoff

19. April 2021

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Stunde der Gartenvögel 2021

Mitmachaktion vom 13. bis 16. Mai 2021

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Wald im Hitzestreß - was nun?

Online-Seminar am Dienstag, 20. Mai 2021

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Naturgarten-Seminar am 11. Mai 2021

online via Jitsi

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Zerstörungswut in Böminghausen

Vandalen auf NABU-Grundstück

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Stunde der Wintervögel 2021

Mitmachaktion vom 08. - 10. Januar 2021

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Alte Obstsorten gesucht

Bitte um Meldung alter Bäume

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Waldspaziergang am 07. November 20

leider auch abgesagt !

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BatNight 2020

Fledermausexkursionen am 29. August und 05. September 2020

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Naturspaziergänge für Erwachsene

Wanderungen im September und Oktober trotz Corona

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Hilfe für die Wasseramsel

NABU-Jugendgruppe hängt Spezial-Nistkästen auf

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Stunde der Gartenvögel 2020

Mitmachaktion vom 08. bis 10. Mai 2020

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Naturspaziergänge für Erwachsene 2020

"Mit Kindern die Natur entdecken"

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Nistkästen für den Gänsesäger

Artenschutzprojekt des GymSL

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Obstbaumschnittkurs bei Attendorn

Samstag, 7. März 2020

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Schwimmvögel an der Kläranlage Biggetal

Exkursion am 02. Februar 2020

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Stunde der Wintervögel 2020

Mitmachaktion vom 10. bis 12. Januar 2020

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Obstbaumschnittkurs in Hünsborn

Samstag, 30. November 2019

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Gartenabfälle in der Landschaft

Bitte entsorgen Sie Ihre Abfälle nicht in der Natur

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Biotoppflege Dünscheder Heide

Bericht zum Arbeitseinsatz am 18. Oktober 2019

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Birdwatch 2019

Vogelbeobachtung am Sonntag, 13. Oktober

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Pilzexkursion

29. September 2019

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NABU-Olpe bei Instagram

Neuer Auftritt freigeschaltet

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Waldwanderung im Ebbegebirge

Sonntag, 15. September 2019

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BatNight 2019

Fledermausexkursionen am 24. und 31. August

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NABU-Jugendgruppe wandert im Schwarzbachtal

Wanderung und Kennenlernen am 25. August 2019

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Workshop Kompostierung mit Martina Kolarek

Kleingartenanlage Heiderbaum am 29. Juni 2019

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Erstes Schwalbenhaus des NABU Olpe

Scheiderwald, Mai 2019

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Botanische Exkursion bei Hillmicke

Samstag, 25. Mai 2019

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Stunde der Gartenvögel 2019

10. - 12. Mai 2019

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Die Feldlerche - Der Vogel des Jahres 2019

Vortrag auf der Jahreshauptversammlung am 27. März 2019

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Obstbaumschnittkurs beim NABU Olpe

Finnentrop - Serkenrode am 02. März 2019

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05. Januar 2019: Stunde der Wintervögel

Exkursion in Finnentrop - Heggen

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Birdwatch: Vogelbeobachtung in ganz Europa

Am 7. Oktober 2018 Zugvögel beobachten mit dem NABU Olpe.

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Fledermausexkursionen am 25. August 2018

Treffpunkte in Olpe und in Borghausen

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Stunde der Gartenvögel 2018

Ergebnisse aus dem Kreis Olpe

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Der Wald in uns - Wanderung am 22. April 2018

Wanderung auf dem KulTour-Weg am Listersee

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Der Star - Der Vogel des Jahres 2018

Vortrag auf der Jahreshauptversammlung am 22. März 2018

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Gartenboden (Hortisol) - Der Boden des Jahres 2017

Untersuchung und Vortrag am 24. März 2018

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Schwimmvögel an der Kläranlage Biggetal

Exkursion am 13. Januar 2018

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Volkszählung am Futterhäuschen

Achte „Stunde der Wintervögel“ vom 5. bis 7. Januar 2018

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Neuer Freischneider im praktischen Einsatz

Pflege der Dünscheder Heide 2017

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Obstbaumschnittkurs am 11. November 2017

Treffpunkt Dorfschänke Theten um 9:30

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